"Die Landwirtschaft ist grundlegend für das Leben in der Region"
Shownotes
Aktuelle Veranstaltungen der Raiffeisen Ems-Vechte gibt es hier: https://www.raiffeisen-ems-vechte.de/
Die Veranstaltung Cyberrisiken für Unternehmer und Landwirte finden Sie hier:
https://login.vr-ticket.de/ems-vechte/cyberrisiken/
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00:00:04:
00:00:13: Ja hallo und herzlich willkommen.
00:00:15: liebe Hörerinnen und liebe Höhrer.
00:00:16: zur aktuellen Folge des meine emsächte Podcast.
00:00:19: Ich habe heute wieder Gäste in meiner Sendung, und zwar den denen sie ganz oft an meiner Seite hören und ohne den ich eigentlich gar nicht mehr kann.
00:00:27: Florian schön dass du heute wieder in der Sendung bist.
00:00:29: ja danke
00:00:30: wir sind heute nicht in klein Wersten wo war die meisten podcast aufnehmen sondern wir sind Heute zu Gast im Kreishaus in Mappin
00:00:37: Und
00:00:38: haben als zweiten Interviewpartner Dr.
00:00:40: Michael Kiel zu Gast.
00:00:41: und Herr Kiel, schönen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben!
00:00:44: Sehr gerne, freue mich, dass Ihr hier seid.
00:00:46: Herzlich willkommen im Kreishaus, freue ich auf das Gespräch!
00:00:58: Ja Doktor Kiel?
00:00:58: Wenn ich sie jetzt nicht kennen würde... Ich habe mich natürlich ein bisschen im Vorfeld informiert wer sie sind und was sie so tun.
00:01:03: Aber wenn ich sie nicht kennen würden wir würden uns zum ersten Mal begegnen und ich hätte mich nicht informiert.
00:01:07: Was müsste ich über sie
00:01:08: wissen?!
00:01:10: Also ich fange mal mit dem Persönlichen an.
00:01:12: Ich bin ein Fünfzig Jahre alt, verheiratet.
00:01:15: Hab drei Kinder und bin jetzt seit sechzehn-sebzehn Jahren in der Region, komme ursprünglich aus dem Umland von Hannover hab dann Raumplanung studiert und mich sehr früh mit der Entwicklung ländlicher Räume beschäftigt.
00:01:27: Das war eigentlich immer mein Leidenschaftsthema mir Gedanken zu machen wie ländliche Räumen auch eine Zukunft haben sich wirtschaftlich stark entwickeln können.
00:01:36: Und so war es fast folgerichtig, dass ich nach meinem Studium, meinem Raumplanungsstudium der Promotion im Bereich Volkswirtschaftslehre-Raumwirtschaftspolitik dann in den ländlichen Raum auch gegangen bin.
00:01:46: Weil ich das Gefühl hatte, ich will das jetzt auch in der Praxis anwenden.
00:01:49: und ich war lange Jahre beim Landkreis Grafschaft Bentheim also in der Nachbarschaft in verschiedenen Funktionen zuletzt als erster Kreisrat, also als Vertreter des Landrates und habe vor ziemlich genau drei Jahren die Gelegenheit genutzt Kreis Baurad tätig und bin zuständig für alles, was mit den Bereichen Umwelt bauen.
00:02:10: Wasser aber auch Abfallwirtschaft zu tun hat Klimaschutz also ein ganz breites Portfolio und habe natürlich dann auch viele Behörungspunkte mit der Landwirtschaft.
00:02:18: Das ist natürlich das Thema, über das wir heute primär sprechen möchten.
00:02:21: Vielleicht noch mal ganz kurz.
00:02:23: Dr.
00:02:23: Michael Kiel, wer sind Sie privat?
00:02:25: Was mögen sie privat von sich freies geben?
00:02:26: Was machen Sie in Ihrer Freizeit, wenn Sie jetzt nicht hier
00:02:29: im Amt und Böden sind?
00:02:30: Ich habe das gerade verraten.
00:02:32: Ich hab ja eine Familie mit drei Kindern und tatsächlich genieße ich es sehr auch die Zeit mit der Familie zu verbringen.
00:02:38: Wir haben doch einen Hund, der mich dann auch dazu bringt, die Zeit draußen zu verbringen.
00:02:43: also ohnehin bin ich ein Mensch, das darf ich so sagen Der sehr, sehr gerne Zeit in der Natur verbringt.
00:02:48: dich.
00:02:49: Kommt gerade frisch wieder aus dem Urlaub ein Irland im Urlaub und wie man sich Irlern so vorstellt ist das ein Land was man am besten genießen kann wenn man zu Fuß unterwegs ist in den grünen Bergen an der See.
00:03:01: Und das ist auch das was mich glücklich macht draußen zu sein doch die schöne Landschaft zu genießen!
00:03:16: Ja, da mache ich gerne.
00:03:17: Also ich bin nach meinem Abitur und dann dem Zivildienst ... Zivildienst habe ich im Bereich der Umweltbildung gemacht.
00:03:26: Das glaube auch noch ganz spannend weil ja häufig so ein Konflikt konstruiert wird zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, zwischen Landwirtschaft und Naturschutz.
00:03:34: Und dieser Konflik, der immer irgendwie im Raum steht bei diesen Belangen war damals interessanterweise auch der, der mich für meine Studienwahl begeistert hat.
00:03:42: das war die Zeit als man sich sehr intensiv damit beschäftigt hat, wie das Konzept der Nachhaltigkeit was ja aus der Forstwirtschaft kam oder kommt.
00:03:53: Wie man das übertragen kann in die Regionalentwicklung?
00:03:55: Wie gelingt es uns eigentlich verschiedene Interessen, wirtschaftliche Interessen soziale Interessen ökologische Interessen gerecht abzuwägen und gemeinschaftlich als Strategie für die Zukunft zu entwickeln?
00:04:08: Und das fand ich faszinierend!
00:04:10: Die Raumplanung ist eben eine Ein Studiengang eine Wissenschaft, die genau diesen Ansatz hat verschiedene Interessen zu berücksichtigen abzuwägen und dann ja für Planung.
00:04:20: Ob das eine Regionalplanung ist oder ob das eine Flächennutzungsplanung sind oder eine Bauleitplanung.
00:04:25: So sei es jetzt mal ganz abstrakt, dann zu überlegen welche Ziele man umsetzen kann so dass am Ende auch alle bestmöglich davon profitieren.
00:04:33: Und das habe ich studiert und hab dann eben im Studium schnell gemerkt, dass der ländliche Raum tatsächlich etwas ist was mich fasziniert und habe sehr schnell mich spezialisiert auf den Bereich der ländlichen Regionalentwicklung.
00:04:48: Ein gutes Beispiel, weil es auch meine Berührung hier zur Region zeigt ist meine Diplomarbeit.
00:04:52: Ich hab meine Diplanarbeit damals zu der Frage geschrieben Warum gibt es ländliche Regionen die sich besser entwickeln, wirtschaftlich besser entwickeln als alle Strukturdaten es erwarten lassen?
00:05:04: Und da hatte ich drei Fallregionen an denen ich mir das angeguckt habe.
00:05:07: Es war eine italienische region, eine englische region und eine deutsche region.
00:05:12: Es war die Raumordnungsregion Emsland, die ich mir hier in Deutschland angeguckt habe.
00:05:16: Das ist also der Landkreis Grafschraft-Bentheim und das Emslands, weil natürlich die Strukturdaten, die Historie dieses Landkreises eigentlich gar nicht für diese Erfolgsgeschichte der Region spricht.
00:05:27: Und ich war dann hier in der Region, hab viele Gespräche auch mit den Menschen geführt und war damals schon begeistert von der Art der Menschen wie sie auf die Regionen schauen.
00:05:40: Ich glaube, das ist eigentlich auch eines der Kerndinge.
00:05:44: Was wir uns immer wieder klarmachen müssen, dass uns das stark macht und nicht auf Hilfe von Außenwarten oder Entscheidungen von außen warten, sondern diese emsländische Mentalität haben, Dinge gemeinsam in die Hand zu nehmen, anzupacken und dann zu machen.
00:05:59: Und das schaffen wir bei schwierigen Themen über Akteursgrenzen hinweg.
00:06:04: Das finde ich wirklich ganz toll.
00:06:05: Das war meine Diplomarbeit mit der Region Und dann habe ich promoviert, also meine Doktorarbeit geschrieben und Beratungsprojekte gemacht zu ländlicher Regionalentwicklung.
00:06:15: Also Wirtschaftsförderung beratet, beraten und bin dann in der Grafschaft Bentheim angefangen als Leiter einer Stabstelle die sich beschäftigt hat mit Regionalentwirkungen, mit Tourismus, mit Wirtschaftsörderung.
00:06:28: Das war so meine erste Station.
00:06:29: dann in Praxis hatte da ein kleines Team von zwanzig Leuten, mit denen ich das verantworten durfte und habe dann sehr schnell weitere Verantwortung übernehmen dürfen.
00:06:37: Ich bin dann dezent geworden für den Bereich Kreisentwicklung und hab da mehrere Stationen durchlaufen bis hin zum allgemeinen stellvertreter des Landrates und hatte nach all den Jahren einfach das Gefühl dass es jetzt eine tolle Gelegenheit ist beim großen Nachbarlandkreis Die Nachfolge von Herrn Kuppmeier anzutreten, der vor drei Jahren ja frühzeitig dann in den Ruhestand gegangen ist.
00:07:00: Das haben mich sehr gefreut das es geklappt hat und habe den Schritt bis heute auch nicht bereut.
00:07:03: ganz im Gegenteil macht das seit drei Jahren wirklich mit großer Freude.
00:07:07: Während ihr die Polymerbeit sagten Sie jetzt gerade haben sie drei Regionen genauer betrachtet.
00:07:12: Mich würde nochmal interessieren warum genau die Grafschaft Bentheim und der Landkreis Emsant?
00:07:17: also was hat sich dazu bewogen gerade sich diesen Landstrich anzugucken?
00:07:22: Tatsächlich war ja die Ausgangsfrage, ich gucke mir wirtschaftliche Indikatoren an.
00:07:26: Beispielsweise die Wirtschaftsstruktur, beispielsweise die Erreichbarkeit einer Region, die Lage gunst.
00:07:33: und wenn ich das tue, wenn ich mir diese typischen Wirtschaftsinnikatoren anschaue mit denen man sonst versucht die wirtschaftlichen Dynamik einer Region vorherzusagen dann ist das Ergebnis was wir hier sehen ein völlig anderes, nämlich ein viel erfolgreicheres.
00:07:48: Eigentlich dürfte diese Region nach den Strukturdaten gar nicht so erfolgreich sein wie sie es in den letzten Jahren gewesen ist.
00:07:55: Zum Glück!
00:07:56: Wir hatten ja eine unheimlich schwierige Ausgangssituation.
00:08:00: Das darf man nicht vergessen.
00:08:00: Sogar nicht lange her.
00:08:01: wir feiern gerade das seventy-fünfjährige Jubiläum des Emstland-Plans und das feiern wir ja nicht aus einem sehr schönen Anlass sondern vor dem Hintergrund dass wir vor seventy fünf Jahren das armen Haus der Nation waren.
00:08:15: Da war hier tatsächlich ganz, ganz wenig und man hatte Angst.
00:08:19: Wenn man diese Region nicht wirtschaftlich unterstützt, dass es dann vielleicht tatsächlich zu einer Situation kommen würde, das die Abtretungsansprüche auch so groß werden würden, dass man diesen Landstrich gar nicht in Deutschland halten kann.
00:08:29: Das war ja ehrlicherweise damals die politische Ausgangssituation.
00:08:33: Und ich glaube, dass wir mit dieser Unterstützung und vor allem mit den, das habe ich vorhin gesagt, mit den Akteuren, die so beherzt ihr Schicksal selbst in die Hand genommen haben aus der Armutstradition eine Erfolgsgeschichte gemacht haben in dieser Region, die ihresgleichen sucht.
00:08:48: Und das war der Anlass, sie eben als Fallregion zu nehmen und es hat sich auch dann In den Gesprächen unter weiteren Recherche hier vor Ort bestätigt dass das wirklich eine gute Wahl war ist echt ne spannende Region.
00:08:57: Darf ich fragen Herr Dr.
00:08:59: Kiel wie lange ihre Diplomarbeit her ist?
00:09:01: Weil ich hätte jetzt geschätzt, dass das ungefähr twenty fünf Jahre her sein muss, dass ihr rund um die Jahrtausend Wände Die Arbeit geschrieben haben.
00:09:09: Das haben Sie gut geschätzten.
00:09:10: wenn man mein Alter immer so zurückgerechnet und passt das ganz gut.
00:09:13: tatsächlich Da bin ich zweitausend mit dem Studium fertig geworden und in der Zeit habe ich auch hier die Region besucht, habe hier die Gespräche geführte Diplomarbeit geschrieben.
00:09:23: Das war genau diese Zeit!
00:09:24: Ja also ich kann persönlich sagen dass meine Großeltern damals auch in dieser Region gezogen sind.
00:09:31: mit einem Siedlungsbetrieb den sie dann aufgebaut haben und können die Themen die Sie gerade genannt haben auch aus persönlicher Erfahrung widerspiegeln ist hoffentlich auch in ihrer Diplomarbeit ein Thema gewesen, warum sich das Emsland und die Kraftschaft Bentheim so positiv entwickelt haben.
00:09:52: Das war dann bis zu zweitausend wo sie ihre Diploma-Beid geschrieben haben.
00:09:55: danach ging es ja auch nochmal richtig dynamisch hier in der Region weiter.
00:10:00: wie beurteilen Sie jetzt noch mal wieder die Wirtschaftskraft bzw.
00:10:05: auch die strukturelle Entwicklung in den beiden Landkreisen?
00:10:11: Also ich will gerne die Gelegenheit nutzen und vielleicht schon mal einen Satz zur Landwirtschaft sagen, weil wir ja auch deswegen heute zusammensitzen.
00:10:22: Und ich will bekennen dass die Landwirtschaft in meiner Diplomarbeit natürlich eine Rolle spielte insbesondere auch mit Blick auf die vorgelagerte und nachgelagert Wirtschaft die damit zusammenhängt.
00:10:34: das ist schon auch eine strukturelle wirtschaftlich-strukturelles Stärke der Region die man in den Strukturdaten erkennen kann.
00:10:42: Also insofern war das auch Bestandteil meiner Diplomarbeit.
00:10:45: Aber warum sage ich das so?
00:10:47: Ich glaube, die wahre Bedeutung der Landwirtschaft und der vorgelagerten und nachgelagerten Bereiche habe ich wirklich erst in den Jahren gespürt und erlebt, indem ich hier auch eine Region war – weil Landwirtschaft für diesen Raum eben mehr ist als der reine Arbeitgeber.
00:11:10: die reine Beschäftigungsquelle oder die reinen Wertschöpfung.
00:11:13: Für mich zeigt sich immer mehr, dass die Landwirtschafts-, Betriebe-, Familien ganz grundlegend sind auch für das Leben hier im Amstand und unser Zusammenleben im ländlichen Raum.
00:11:30: Weil sie durch ihr Engagement, durch ihr Herzblut für die Regionen egal ob das in politischen Parteien ist.
00:11:36: Ob das in den Verbänden ist, ob es im Dorfleben isst.
00:11:39: Ob dass die Landjugend sind oder das Landvolk all diese Verbände und Institutionen wären ohne die Landwirtschaft nicht das was Sie sind?
00:11:51: Und würden diesen ganz entscheidenden Beitrag auch zum Zusammenleben, zum Gefühl was wir hier im Emsland haben nicht bilden können.
00:11:58: und ehrlicherweise das ist etwas was man in den Zahlen nicht sieht sondern was man glaube ich wirklich spüren und erleben muss.
00:12:04: Ja das finde ich ja einen super schönen Eindruck den Sie da schildern wo sie ja vielleicht von aus noch in die Region reingekommen sind und dass auch so wahrnehmen.
00:12:16: Wenn ich von Landwirtschaft spreche, dann beziehe ich automatisch die vor- und nachgelagerten Bereiche mit ein.
00:12:22: Weil große Unternehmen hier in der Region natürlich als erstes sichtbar sind.
00:12:28: Die landwirtschaftlichen Betriebe dazugehören aber das große Ganze als Landwirtschaft verstanden auch diesen Wirtschaftsfaktor ausmachen wird total.
00:12:39: Aber Sie haben es gerade auch schon angesprochen.
00:12:41: Die Dynamik, das Zusammengehörigkeitsgefühl vielleicht in den Ortschaften und Gemeinden kommt durch Landwirtschaft, durch die Aktivitäten.
00:12:50: aber in Ihrer Diplomarbeit haben sie ja auch die Konkurrenzbedingungen bzw.
00:12:55: die Rahmenbedingung, die abgesteckt werden müssen und auch die unterschiedlichen Belange von Landwirtschaft auf der einen Seite, aber auch vom Gesellschaft auf der anderen Seite.
00:13:06: Von Naturschutz – auch mit rein also die vielfältigen Akteure in der Raumordnungsplanung genannt.
00:13:13: Wie sehen Sie das heute?
00:13:14: Wie hat sich diese Situation
00:13:16: verändert?".
00:13:18: Also ich glaube es ist eine wirklich schwierige Frage und ich versuche die mit einer Vorgeschichte zu beantworten weil dass die Situation, die viele Landwirte spüren.
00:13:33: Auch das will ich direkt offen ansprechen.
00:13:35: Die spülen ja dieses Problem.
00:13:38: Ich kriege gar keine Genehmigung mehr für das was ich eigentlich tun möchte.
00:13:43: Dieses Gefühl kommt ja nicht aus dem luftleeren Raum sondern ist entstanden in der Zeit zwischen Darf man nicht einfach so drüber weggehen, sondern auch das muss man ehrlich noch mal reflektieren und ansprechen.
00:13:58: Das war eine Zeit wo wir in der Tierhaltung hier in der Region eine wahnsinnige Dynamik erlebt haben.
00:14:07: Der Landkreis Emsland ja auch wirklich wahnsinnig viele Stallbauvorhaben genehmigt hat in kürzester Zeit.
00:14:13: Das ist eine rasante Entwicklung gewesen.
00:14:18: Und irgendwann hat man verstärkt politisch gesellschaftlich gespürt, dass dieses Wachstum selbst in einem ländlichen Kreis wie dem Landkreis Emser nicht mehr getragen wird.
00:14:30: Dass es doch zunehmend Konflikte gab auch zwischen der Bevölkerung und den Landwirtschaftlichen Betrieben.
00:14:37: Und dann ist hier in diesem Haus – und das gehört auch zur Ehrlichkeit dazu von der Hausspitze – sehr deutlich irgendwann entschieden worden zu sagen so geht es nicht weiter.
00:14:48: Aus dem Motto, wir genehmigen alles so schnell wie möglich ist geworden.
00:14:52: Jetzt müssen wir mal gucken, dass wir das auch steuern und dieses ungebremste Wachstum bei den Tierplatzzahlen auch ein Stück weit regulieren und vielleicht auch ehrlicherweise sogar
00:15:02: verhindern.".
00:15:04: Das war in der Zeit im Jahr zwei Tausendzehn-Zwei-Tausenddreizien.
00:15:06: Und auch da war der Landkreis Amsterdam damals für die bundesweite Debatte durchaus maßgeblich.
00:15:11: Die Landwirte werden das alle noch wissen.
00:15:13: es kamen dann so die Themen um die Brandschutzkonzepte Dann kam plötzlich die Keimgutachten dazu Und das hat dazu geführt, dass viele Vorhaben dann tatsächlich ja auch nicht mehr genehmigt werden konnten und zum Teil auch Vorhabem in die schon viel Herzblut gegangen ist.
00:15:26: Auch viel Geld gegangen ist im Planungskosten von den Landwirten, die kurz vor der Genehmigung waren, dass die noch abgelehnt wurden.
00:15:33: Das hat natürlich zu einem erheblichen Verdruß bei den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben und Familien geführt.
00:15:39: und ein Stück weit glaube ich auch, dass ursprünglich sehr enge Miteinander und Vertrauen zwischen Landwirtschaft Und diese Diskussion, die ihren Ausgangspunkt durchaus auch bei uns im Landkreis hatte hat dann ja auch auf Bundesebene Eingang in eine Gesetzgebung gefunden.
00:15:57: Wir haben dann in der Folge und da ist eben das Jahr zwei Tausend dreizehnmaßgeblich im Baugesetzbuch ganz einschneidende Einschränkungen gehabt für Landwirte, für Tierhaltungsanlagen, die jetzt im Außenbereich nicht mehr einfach so privilegiert sind also erlaubt sind sondern nur noch privilegiert sind, wenn Landwirte über eine ausreichende eigene Futtergrundlage verfügen.
00:16:21: Also theoretisch in der Lage sind mehr als die Hälfte des benötigten Futters auf ihren eigenen Flächen herzustellen.
00:16:27: und da müssen wir alle ehrlich sein.
00:16:29: Wir kommen ja aus einer Region wo es sehr kleinteilige Betriebsstrukturen gibt.
00:16:33: das hat gerade zu dieser Kompetenz in der Verehnungswirtschaft geführt.
00:16:37: Das war ja der Ausgangspunkt.
00:16:39: Und genau diese Betriebe die die eigene flächengrundlage haben haben wir in der Regel nicht.
00:16:42: also über neunzig Prozent der betriebe Könnt die Erhaltung nur als sogenannte gewerbliche landwirtschaftliche Betriebe machen?
00:16:48: Das sind trotzdem Landwirte.
00:16:49: Also ich will jetzt nicht, dass der Eindruck entsteht.
00:16:50: Ich bitte Sie mit dem Betrachten, die als Gewerber oder Industriebetriebe das in Landwirt aber rechtlich werden sie eben bezeichnet als gewerbliche landwirtschaftlichen Betrieben und die sind eben im Außenbereich erstmal per se nicht mehr zulässig.
00:17:05: Keinem Gutachten sind in die Rechtssystematik eingegangen.
00:17:08: Der Brandschutz wurde allgemein verschärft und jetzt sitzen wir ehrlicherweise in einer Situation, wo wir erkennen dass Landwirtschaft investieren muss.
00:17:17: Wir das als Landkreis auch unterstützen wollen.
00:17:19: Ich sage ganz ehrlich, wir wollen den Familienbetrieben im Amstad helfen sich zukunftsgerecht aufzustellen.
00:17:24: Wir sehen das ein gewisses Wachstum möglich sein muss damit die nächste Generation von den Betrieben auch leben kann.
00:17:33: Wir sehen aber auch, dass insbesondere im Bereich Tierwohlinvestitionen notwendig sind.
00:17:36: Und die sind jetzt aber durch den gesetzlichen Rahmen so erschwert, das vieles von dem was wir heute eigentlich wieder unterstützen wollen eben nur durch ganz ganz schwierige Genehmigungsverfahren möglich ist und ich glaube da sollten wir gleich nochmal darüber reden was da so die Knackpunkte sind und wie wir versuchen die aufzulösen.
00:17:50: Aber ich glaube das ist so das Spannungsfeld.
00:17:52: und vielleicht noch ein letzter Satz.
00:17:56: Eben bin ich gefragt worden wie ich die wirtschaftliche Situation in der Region einschätze?
00:18:00: Ich glaube, dass wir wirklich immer noch eine sehr starke Region Aber wir müssen ja auch ehrlich sein.
00:18:06: Auch unsere Region ist betroffen von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, auch wir merken dass die Situation schwieriger wird und wir können froh sein das wir noch so starke Betriebe in der Region haben, dass die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinden noch so gut sind, dass wir unser Sozialwesen finanzieren können – Kindergärten, die Einrichtung, dass alles noch funktioniert.
00:18:26: aber auch hier werden die Jahre für uns sicherlich schwieriger und anspruchsvoller werden Und umso wichtiger ist es sich, nicht auf der jetzigen Situation auszurun, sondern heute die Weichen so zu stellen.
00:18:36: Dass auch weiteres Wachstum möglich sein kann.
00:18:39: und wenn man jetzt mal guckt wo noch investiert werden könnte?
00:18:43: Wo die Menschen im Moment die Möglichkeiten und die Bereitschaft haben zu investieren dann glaube ich schon dass man ehrlich sagen muss das die Landwirtschaft und auch die nachgelagerten Bereiche schon zu den Bereichen gehören auf die wir da zählen dürfen.
00:18:55: deswegen sollten wir auch sehen dass für diese potenziale nutzen.
00:18:59: Wir müssen es aber natürlich so steuern, dass auch unsere Bevölkerung das dann in den nächsten Jahren weiterhin mitträgt und weiß.
00:19:05: Dass es eben um unsere Betriebe und um Zukunftsfähigkeit unserer Betriepe geht.
00:19:08: Genau vielen Dank!
00:19:09: Also das ist schon mal ein ganz klares Bekenntnis.
00:19:12: Wofür ich mich jetzt schon einmal bedanken möchte?
00:19:15: Den Appell möchte ich trotzdem hier lassen weil wir von vielen jungen Landwirten und wir haben auch bei uns einen Gremium Team Zukunft wo wir bewusst junge Landwirte unter dreißig Jahren aufgenommen haben um deren Stimme zu hören wo wir natürlich dann auch hören, ja, wir wollen gerne was machen.
00:19:32: Wir wollen uns erweitern und wir wollen unsere Betriebe verändern der Zukunft anpassen aber wir bekommen keine Genehmigung.
00:19:41: Und das würde ich jetzt auch aufnehmen und den jungen Landwirtinnen und Landwirten auch gerne die handreichen digital soweit wie man das kann und auch sagen mensch ... sprecht mit dem Landkreis zusammen über eure Ideen und seht zu, dass hier ein Dialog kommt.
00:20:02: Weil das Thema wir hatten vorgespräch schon mal auch angedeutet.
00:20:07: Bauverhinderungsbehörde, den Begriff beim Landkreisen Amstland hatte man sich erarbeitet.
00:20:13: Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass man jetzt wieder in eine Proaktion kommt vielleicht nicht auch zuletzt durch ihre Tätigkeit, aber dass man auf jeden Fall in den Dialog einsteigt und überlegt was es möglich.
00:20:30: Sicherlich auch die Rahmenbedingungen und da hatten wir in einigen Wochen zuvor schon mal drüber gesprochen – auch das Baugesetzbuch!
00:20:37: Ich verstehe es persönlich nicht wenn man Stahl hat mit tausend Maschwein.
00:20:40: zum Beispiel möchte Frischluftzugang für die Haltung vorm Drei erreichen.
00:20:47: Wieso darf ich das nicht umrüsten und umbauen, weil die Gesamtsumme der Emissionen – das ist jetzt meine persönliche Meinung – wird dieselbe sein auch wenn sie in anderen Stellen vielleicht zum Tragen kommt.
00:21:01: Das sind so Sachen ja wo ich dann auch an Sie direkt die Bitte hätte, bitte bringen Sie da so wie es im Baugesetzbuch noch im Jahr- und Jahrzehnts-Buch gab dann auch jetzt mit
00:21:13: ein.
00:21:15: Erst mal finde ich es toll, dass es dieses Team Zukunft bei euch gibt und bitte gerne an, wenn's dann Interesse gibt.
00:21:22: Dass sich auch persönlich mal in diese Runde kommen und wir einfach mal das offene Wort pflegen.
00:21:26: So sage ich das mal.
00:21:27: Das ist glaube ich eine schöne Gelegenheit, dann auch offen miteinander zu sprechen Bedürfnisse zu hören und vielleicht auch von mir erklärt zu bekommen wo eben auch Schwierigkeiten sind auf der gesetzlichen Ebene, an denen wir gemeinsam arbeiten müssen.
00:21:40: also das will ich gerne tun.
00:21:44: Wichtig ist mir die Botschaft und ich glaube, die können wir auch digital gut übermitteln.
00:21:47: Dass wir helfen wollen diese notwendigen Vorabend auch hinzubekommen.
00:21:52: Ich habe das gerade deutlich gemacht aus welcher politischen Erwägung heraus Zwei Tausend Seen Diese Veränderungen auch entstanden sind.
00:22:01: Und es ist mir wichtig dass auch immer ehrlich nochmal zu sagen weil dann weiß man auch wo dieses Bild herkommt.
00:22:05: Bauverhinderungsbehörde Das war damals ja genau auch so beabsichtigt zu sagen Wir können diesen Zuwachs ohne mehr halten Und wir sehen das jetzt, dass wir das anders tun müssen.
00:22:15: Wir sehen aber auch die gesetzlichen Schwierigkeiten und deswegen ist es das Allerwichtigste, dass mit den Antragstellern frühzeitig ins Gespräch kommen.
00:22:21: Die müssen ja wissen auf was sie sich einlassen.
00:22:24: Und möglichst ja auch frühzeitig schon Rückmeldung von uns haben wenn wir absehen können, dass es an einem Standort gar nicht möglich sein wird.
00:22:31: Auch das gehört glaube ich zur Ehrlichkeit dazu frühzeitig zu sagen Ja, wir verstehen euer Anliegen Aber so wird's nicht klappen!
00:22:38: Wir müssen mal gucken ob es irgendein anderen Weg geben kann.
00:22:40: Aber das ist ein Weg der würde nicht erfolgreich sein.
00:22:43: Auch das ist, glaube ich eine ehrliche Botschaft, die man aussprechen muss.
00:22:45: Und wir haben ganz bewusst auch gemeinsam mit der Politik und dem CDU-Fraktion, den Fraktionsvorsitzenden René Weiß und dem Landrat Marc-André Burgdorf hier eine Runde einberufen, wo wir mit dem Landvolk und der Landwirtschaftskammer regelmäßig zusammensitzen und auch da uns gemeinschaftlich überlegen wie wir diese Dinge aufstellen können.
00:23:06: Ein Ergebnis was aus diesen Gesprächen entstanden ist, es ist ein gemeinschaftliches Beratungsangebot von Landwirtschaftskammer und Landkreis für landwirtschaftliche Bauvorhaben, weil es glaube ich für die Landwirte auch sehr misslich war.
00:23:20: Wenn Sie zunächst gesagt haben, oh, ich gehe mal zu Kammer, da habe ich mehr Vertrauen, dann lasse ich mich erst beraten, ob das wohl was werden kann?
00:23:25: Die Kammer sagt, na ja, könnte vielleicht gehen!
00:23:27: Und dann gehe ich zum Landkreise und der sagt Ja hat die Kammer aber diesen oder jeden Aspekt vergessen?
00:23:32: wir schätzen das anders ein.
00:23:33: Ich glaube dass macht noch mehr Frust Wenn man das Gefühl hat, da gibt es auch noch unterschiedliche Auffassungen.
00:23:39: Also tauschen wir uns sehr eng aus zwischen den Behörden und bieten eben auch gemeinschaftliche Beratung an.
00:23:45: Da würde ich mir wünschen dass die Landwirte darum wissen und nicht diese Angst haben.
00:23:49: Ich spüre immer noch diese Angst wenn ich jetzt zum Landkreis gehe und sage ich habe was vor Dann steht am nächsten Tag direkt einer bei mir auf dem Hof und guckt sich alles an, ob das wohl alles perfekt in Ordnung ist.
00:24:00: Also ehrlicherweise es ist im Genehmigungsverfahren schon so dass man dann einmal gucken muss ob alle Gebäude genehmigt sind.
00:24:04: Das kann ich keinem versprechen, dass wir das nicht tun.
00:24:07: aber es ist jetzt nicht so dass wir wirklich sagen Mensch bei jedem Beratungsgespräch müssen wir uns erst mal alles auf links drehen auf den Betrieben sondern wir wollen wirklich dann auch lösungsorientiert in die Zukunft schauen.
00:24:15: deswegen bitte über diesen Weg nochmal nach draußen.
00:24:19: das Angebot nutzt die Beratungsmöglichkeiten.
00:24:21: Ich glaube das ist das allerwichtigste das wir ins Gespräch
00:24:23: finden.
00:24:24: Ja, ich glaube da muss man die Angst dann vielleicht auch nehmen.
00:24:28: Den Landwirten auch das dann auch noch mal vermitteln dass es da jetzt nicht zu irgendwelchen Besuchen kommt wo der Landwirt vielleicht gar keine Interesse dran
00:24:40: hat.
00:24:41: Ich darf vielleicht was gerade angesprochen wurde im Baugesetzbuch Es gibt glaube ich auch eine gewisse Anerkennung dafür dass wir in der Region durchaus versuchen auch an Lösungen für die Zukunft mitzuarbeiten und Vorschläge nach Hannover oder Berlin schicken, wie sich diese Dinge weiterentwickeln müssen.
00:25:03: Ich war jetzt eingeladen zu einem Workshop des Bundeslandwirtschaftsministeriums.
00:25:09: Die hatten zwanzig Praktika aus ganz Deutschland eingeladene Landwirte, Genehmigungsbehörden, Ingenieurbüros also wirklich bunt gemischt Und ich durfte zu dieser Runde zählen und wir haben uns über zwei Tage Gedanken gemacht, wo wir eigentlich Stellschrauben im Bereich der Gesetzgebung sehen um Verfahren gewollte Verfahren wieder einfacher möglich zu machen.
00:25:36: Das ist ja dann noch sozusagen ein ganz zartes Flänzchen.
00:25:39: das hilft ja nichts wenn wir uns in einem solchen Workshop Gedanken machen.
00:25:42: da gab es auch eine große Einigkeit bei den zwanzig Leuten die da waren wo eigentlich die wesentlichen Stellschroben sind.
00:25:48: Das muss natürlich dann alles auch gesetzlich umgesetzt werden.
00:25:50: Aber ich fand es ein schönes Signal, dass man uns als Landkreis Emstern in diese Runde eingeladen hat und sagt ihr habt eine besondere Kompetenz was das Thema Tierhaltung anbelangt.
00:26:00: wir sind eben einen sehr viel starker Landkreist insbesondere im Bereich der Geflügelhaltung aber mit eins Komma sieben Millionen Schweinen und zweitfünfzig tausend Rindern auch in dem Bereich nicht zu vernachlässigen.
00:26:10: Und hier bringt auch eine einen notwendigen Pragmatismus mit, wie die Dinge so gelöst werden könnten.
00:26:17: Dass sie dann auch wieder realistisch sind und ich hoffe dass wir da auch die eine oder andere Idee einbringen konnten.
00:26:22: das vielleicht noch zu der Frage ob wir auch daran arbeiten, dass sich der gesetzgeberische Rahmen ändert hätte ich ein großes Interesse daran würde vieles einfacher
00:26:29: machen.
00:26:29: Ja ja das hoffte ich auch, dass der Input den Sie dort leisten, dass er dann auch gehört wird bis nach Berlin hinauf.
00:26:38: Und ja, es gibt auch noch aktuell zwei Brennpunktthemen natürlich im Landkreis Emsland.
00:26:44: Wir haben heute den siebten August.
00:26:48: in vierundzwanzig Tagen läuft ihr Antragsfrist für die Schweinehaltendenbetriebe ab, die am Bootprogramm teilnehmen wollen.
00:26:57: Können Sie allen Landwirten versprechen dass die Anträge bis dahin genehmigt sind und Sie ihren Antrag auf Förderung einreichen können?
00:27:04: Wie gerne würde ich das versprechen?
00:27:05: Das wäre so eine einfache Antwort Aber das kann ich ehrlicherweise nicht.
00:27:10: Ich kann versprechen, dass alle Anträge die Entscheidungsreif sind, wo wir tatsächlich auch in der Lage sind eine Genehmigung zu erteilen und es wird am Ende nicht daran scheitern, dass wir sagen jetzt Ende des Monats ist alles schwierig noch die Genehmigungen fertigzumachen sondern wir versuchen seit Monaten mit Nachdruck auf dieses Datum hinzuarbeiten und so viele Anträge wie möglich mit einer Baugenehmigung, BIMS-Genehmigungen zu versehen damit sie in den Genuss der Bundesförderung kommen.
00:27:37: Ich will noch mal zurückgehen.
00:27:39: ich halte das wirklich für ein Fehler dass die Bundesförterung für den Umbau der Tierhaltung ausläuft.
00:27:45: Ich halte es für einen großen großen Fehler und für einen Nachteil unserer Betriebe.
00:27:49: Es ist gesellschaftlich gewollt dieser Umbau der Tier Haltung Und wir müssen eigentlich glaube ich eins in besonderer Weise tun Wir müssen den Betrieben eine verlässliche Perspektive eröffnen dass dieser Weg zu mehr Tierwohl auch wirtschaftlich tragfähig ist.
00:28:06: Da dürfen wir keinen Zweifel daran lassen und dürfen nicht sprunghaft sein, das fängt an mit einer notwendigen Förderung des Umbaus.
00:28:15: Wenn Landwirte sonst investieren tun sie das ja in der Regel im Anschluss.
00:28:22: mehr Tiere halten können einen höheren Umsatz generieren können.
00:28:25: In diesem Fall sind erhebliche Investitionen
00:28:28: notwendig
00:28:29: Aber es ist am Ende nicht ein Tier mehr im Stall.
00:28:32: Das heißt, ich muss ja das Geld, dass erhebt, dass viele Geld was sich in diese Investition stecke mit dem gleichen Tierbestand wieder verdienen und das weiß jeder Unternehmer wie schwierig das ist und was das eigentlich für eine verrückte Entscheidung ist.
00:28:44: deswegen ist die Förderung so wichtig und ich halte das wirklich für grundsätzlich falsch, dass der Bund aussteigt bin froh, dass das Land Niedersachsen zumindest angekündigt hat eine Nachfolgeförderung auf den Weg zu bringen auch wenn sie mit Sicherheit nicht so attraktiv sein wird für die Bundesförderungen.
00:28:59: Deswegen versuchen wir mit Nachdruck so viel wie möglich Anträge für die Bundesförderung noch zu genehmigt.
00:29:03: Wir haben über sechzig Anträge, wir haben gut dreißig auch schon genehmacht.
00:29:09: aber das heißt ja auch dass wir eben einen erheblichen Anteil der noch nicht genehmlicht ist immer noch auf unseren Tischen liegen haben.
00:29:16: und leider das muss ich auch so ehrlich sagen haben wir auch einige Fälle wo eben Emissionsschutz viele Gutachten notwendig sind sehr spät begonnen worden sind.
00:29:29: Ich will das jetzt gar nicht als Vorwurf formulieren, es ist ja manchmal so dass eine Investitionsentscheidung in einer Familie auch erst reifen muss und jeder weiß, dass ein Genehmigungsverfahren in der Landwirtschaft schnell einen Jahr und länger dauert.
00:29:43: wenn ich dann erst im Späten Frühjahr mit dem Antragsverfahren begonnen habe, dann ist das natürlich extrem sportlich und es wäre gelogen wenn ich jetzt sagen würde ich glaube dass wir alle fertig kriegen.
00:29:51: Das ist eigentlich nicht zu schaffen und zeignet sich auch ab.
00:29:55: Ja, ich denke natürlich, oder hoffe für die Betriebe das möglichst viele, die ihren Antrag gestellt haben auch ihnen rechtzeitig genehmigt bekommen dass er genehmig wird.
00:30:07: Vor einigen Tagen war ja Bugdorf auch in Loroop zusammen als Limits Tönnis auch da war und der Bugdorff hat auch sehr glaubhaft vermittelt, dass alles daran gesetzt wird, dass maximal viele Betrieber auch in den Genuss der Förderung kommen können.
00:30:24: Und das hoffe ich natürlich auch für die Region, weil natürlich das Thema Ferkelerzeugung in den nächsten Jahren die geschlossene Kette der deutschen Schweinerzeugung davon abhängt.
00:30:35: Dass wir auch deutsche Ferkel produzieren und dass kündigland wird hier in der region damit sind sie in den letzten jahren groß geworden haben ihre betriebe entwickelt und dieses know-how wäre schade wenn es abfließt weil sich ja durch das verfehlen einer zeitlichen Grenzen dann nicht realisieren lässt.
00:30:56: Absolut, da will ich auch gar keinen Zweifel dran lassen weil es ja auch völlig verrückt ist.
00:31:00: das ist ja auch manchmal in der politischen Diskussion so verrückt.
00:31:03: wir müssen ja auch ehrlich sein die Rahmenbedingungen der Tierhaltung werden nicht dadurch besser dass sie bei uns nicht stattfindet.
00:31:09: im Gegenteil wir haben sehr hohe standard sehr verlässliche Standards und insofern glaube ich dass das eben aus verschiedenen Perspektiven heraus auch geboten ist diese Kette auch bei uns zu halten.
00:31:22: Und das, was Marc-André Burgdorf gesagt hat ist genau so richtig.
00:31:26: Wir tun alles, was wir können damit möglichst viele Fälle in die Förderung kommen.
00:31:31: Wir haben täglich sozusagen eine Besprechung zu dieser Liste wie wir die Fälle noch irgendwie so unterstützen können dass der das sozusagen die, die noch auf der Kippe stehen dann auch noch davon profitieren können.
00:31:43: Das versuchen wir tatsächlich.
00:31:45: Die personellen Ressourcen sind so gebündelt, dass wir das tun können.
00:31:48: aber trotzdem sehen sie es mir nach ich Das wäre für mich viel einfacher zu sagen, wir schaffen das alles.
00:31:54: Es wird leider auch so sein, dass einzelne Anträge nicht weil wir sie nicht mehr fertig gekriegt haben sondern weil sie einfach im Prozess noch nicht soweit gedient waren, dass wir die leider nicht fertig bekommen werden.
00:32:03: Wir haben uns beim Gesetzgeber noch der Verein gesetzt bei Silvia Brea unter anderem ob man nicht auch Vollständigkeitsbescheinigung möglicherweise zur Grundlage einer Förderung nehmen kann.
00:32:12: Das ist aber wohl leider nicht beabsichtigt.
00:32:13: also es wird wohl so sein dass tatsächlich nur die Betriebe in den Genuss einer Fördern kommen können die auch eine abgeschlossene Genehmigung erhalten
00:32:21: haben.
00:32:23: Ja und dann das zweite Thema, Dennis tut mir leid dass du ein bisschen weniger aktiv bist als sonst in den... Ich höre
00:32:30: auch gerne mal zu.
00:32:33: Aber ich denke du hast gleich noch Gelegenheit.
00:32:34: aber die Themen sind nunmal extrem heiß was natürlich auch gerade die Veränderungen sperren.
00:32:40: zum Beispiel statt Haarenstabmetten ja bei denen baurechtlich genehmigungspflichtigen Anlagen hat das Thema Haltungsform drei, Geflügelmaststelle beziehungsweise Legehändenstelle.
00:32:53: Vielleicht können Sie da den Zuhörern und Zuhören auch ein kurzes Update oder auch Ihre Position dazu mitteilen um zu wissen was erwartet mich wenn ich zum Landkreis gehe und mit so einem Vorhaben die Kollegen dort vor Ort ansprechen?
00:33:08: Ja ich glaube das ist auch so ein... Da geht es ja insbesondere um diese sogenannten Satellitenstelle im Geflügelbereich.
00:33:15: wir haben das vorhin gesagt, dass das Baugesetzbuch in den Jahr- und Dreizehn geändert worden ist.
00:33:19: Und die Privilegierung seitdem nur noch für kleinere Ställe gilt.
00:33:23: Kleinere Massstelle, kleinere Legendenstelle ... Das war vom Gesetzgeber damals so eingeschätzt worden, dass er etwas für den Liebhaber oder den Ökobetrieb einen kleinen Stall im Außenbereich zu machen.
00:33:38: Dann haben sich die Preise im Geflügelbereich entwickelt dass diese Satellitenstelle durchaus auch wirtschaftlich spannend sind.
00:33:47: Dass wir einen Wachstum in diesen Märkten sehen, sowohl beim Fleisch als auch im Eierbereich also es auch von den Weiterverarbeiten eine große Nachfrage gibt sicherlich auch vom Futtermittel lieferenden Betrieben.
00:34:00: das ist einfach ein Wachslumsmarkt.
00:34:02: dann haben die Betriebe sich auf den Weg gemacht und Standorte gesucht Und häufig liegen diese Standorte dann irgendwo im Außenbereich Weil es eben in Kombination mit der Hofstelle nicht mehr geht, weil dann diese besondere Privilegierung aus dem Gesetz nicht mehr durchschlägt.
00:34:19: Und das ist genau ein Punkt den wir mit dem Gesetzgeber besprochen haben und haben gesagt ihr müsst doch als Allererstes dafür sorgen dass diese Tierwohlmaßnahmen aber auch die kleinen Wachstumsmaßnahme der Betriebe auf der Hofstehle möglich sind.
00:34:35: Das ist doch das was die Nachbarn auch verstehen.
00:34:37: Da habe ich den Landwirtschaftslinienbetrieb und natürlich muss der auch mal investieren, der muss auch mal was tun für seine Zukunft.
00:34:42: Wenn die nächste Generationen den Hof übernimmt wenn das gesichert werden soll dann ist doch klar dass da auch mal etwas passieren muss.
00:34:48: Ich glaube das kriegt man in der Nachbarschaft erklärt, wenn es in einem vernünftigen Maß erfolgt.
00:34:53: Das hat alles Grenzen was die Größenordnung anbelangt aber ich glaube da kriegt Man im Miteinander wenn man miteinander spricht auf viel hin.
00:35:00: Jetzt passiert aber durch die Gesetzgebung das dass die alle in den Außenbereich gehen Und wir haben und das gehört zur Wahrheit dazu weit über hundert Anträge von diesen Satellitenstellen im Außenbereich.
00:35:12: Da merken wir, dass es in der Bevölkerung durchaus kritische Stimmen gibt.
00:35:15: Müsst ihr denn jetzt die letzten Stellen in unserer schönen Natur wo wir sonntags mit dem Fahrrad unterwegs sind?
00:35:21: wo wir uns an der Ems aufhalten, an der Hase aufhalten in der Nähe der Schutzgebiete aufhalten.
00:35:26: Wo wir die Landschaft auch einfach genießen wollen, wo wir die ungestörte Natur genießen wollten – auch als hier beheimatete Menschen nicht unsere Touristen, sondern das tun wir selber ja – müssen da auch überall noch Stelle entstehen.
00:35:37: und ich glaube es ist eine Frage, die wir wirklich als Region miteinander diskutieren müssen.
00:35:43: Und insofern sind wir als Landkreis auf die Gemeinden zugegangen müsst ihr mit den Landwirten gemeinsam eine Bauleitplanung machen,
00:35:55: um
00:35:56: erstmal in positiver Hinsicht Entwicklung der Betriebe dazu ermöglichen wo es gut möglich ist.
00:36:04: Also nicht in der Idee wir verhindern alles Wachstum so gab's ja auch schon mal diese Planungsabsichten auch in dieser Zeit, zehn bis zwei tausend dreizehn sondern wirklich mit den Betrieben zu sprechen und zu sagen was braucht hier eigentlich in den nächsten Jahren?
00:36:17: Und wo kann ein Standort sein wo wir euch ein solches Baufenster ermöglichen, um das Vorhaben dann umzusetzen.
00:36:22: Nach Möglichkeit an der Hofstelle?
00:36:24: aber wenn es auf der Hofställe nicht geht, wo finden wir dann Standort, der möglichst wenig Konflikte bietet?
00:36:30: Das war eigentlich die Kernbotschaft der Planung und wir haben dann auch gesagt, wenn ihr das tut, dann solltet ihr auch darüber nachdenken und das gehört glaube ich auch zur Ehrlichkeit dazu hier zu sagen, diese Satellitenstelle einzuschränken damit wir langfristig Gefahr laufen, die Akzeptanz für Landwirtschaft in der Region zu verlieren.
00:36:47: Weil das wollen wir nicht.
00:36:48: Wir wollen nicht wieder dahin, wo wir zum Jahr zehntausendzehn waren, dass man sagt es darf gar nichts mehr passieren.
00:36:53: Wir haben so viel Tierhaltung, dass die Betriebe gar nicht mehr investieren dürfen sondern wir erleben ja ehrlicherweise eher ein Strukturwandel.
00:36:59: ich glaube gar nicht, dass wir am Ende mehr Tierplatzzahlen in der Umrechnungs einer Großvieh-Einheiten haben Sondern wir werden einen Strukturwandel haben
00:37:07: wo
00:37:07: Betriebe zum Glück dann auch in die Zukunft gehen.
00:37:09: Aber wir werden auch leider andere Betrieber haben, die eben keine Zukunft mehr für sich sehen, wo es dann zu Konzentrationen kommt.
00:37:16: und diesen Wandel müssen wir konstruktiv beleiden.
00:37:18: Und dann sollten wir eben auch diese Satellitenstelle steuern.
00:37:22: Das passiert in ganz vielen Gemeinden in einer engen Kooperation mit den örtlichen Landfolgverbänden völlig geräuschlos dieser Diskussion um Planung.
00:37:31: aber leider haben wir insbesondere in Haaren eine Situation erlebt weil das da Vielleicht nicht so gut vorbesprochen war, dass die Stadt sich auf den Weg der Planung gemacht hat.
00:37:42: Die Landwirte sorge hatten, dass alle ihre Vorhaben nicht mehr ... Durchgesetzt werden können dann alle schnell noch einen Bauantrag auf den Weg gebracht haben, die Stadt dann diese Veränderungssperre erlassen hat.
00:37:50: Also nichts mehr genehmigt werden konnte und diesen Konflikt in Haaren, den spüren wir schon sehr, der wird auch an unserer Genehmigungspraxis sehr häufig deutlich.
00:37:58: aber das ist eigentlich gar nicht der Weg, den wir wollen und ich bin auch dem Landwirt sehr dankbar bei Thüringen, der das dem Grunde nach absolut unterstützt und sagt genau der richtige Weg mit den Landwirten überlegen wo geht die Reise hin?
00:38:08: Aber dann auch ehrlich sagen wo kann da stattfinden, wo minimieren wir die Konflikte damit die Langfristige Akzeptanz auch da ist?
00:38:15: Ich glaube, nur so kann es auch zukünftig gehen und vielleicht braucht das eben eine kurze Pause um dann wieder in der Genehmigung klar zu sein.
00:38:25: Wo können wir was realisieren?
00:38:28: Und da wünsche ich Ihnen jetzt schon ein glückliches Händchen dass man das auch an den Höfen realisiert Weil dann spielt natürlich das Thema Bimschgrenzen und so weiter.
00:38:39: Und sofort ein Thema, wo man sicherlich auch gesetzgeberisch was anpassen muss damit sowas möglich gemacht wird.
00:38:45: aber auch die Landwirte sind natürlich gerne gewollt in der Nähe ihrer Betriebsstätten etwas zu errichten anstatt außerhalb Wo sie dann vielleicht jeden Morgen erstmals Auto steigen müssen um einen Betriebzweig zu erreichen.
00:38:58: also da glaube ich gibt es sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen Genehmigungsbehörde oder aber auch, und auch den Landwirten.
00:39:08: Dennis jetzt spüle ich mal wieder rüber zu dir!
00:39:11: Nein sehr schön.
00:39:12: also wir machen den Podcast natürlich für unsere Hörerinnen und Hörern nicht für mich.
00:39:14: deswegen ist das vollkommen okay wenn sich hier ein super Fachgespräch entwickelt dass ich mich da mal zurückhalte.
00:39:20: im Grunde genommen haben wir eigentlich so ziemlich weit alles besprochen glaube ich was wir so ein bisschen auf Agenda hat.
00:39:23: Florian Ich habe ja nochmal so eine Frage die die fall gemeinert das ganze jetzt noch mal ein bisschen geht ein bisschen weg vom speziellen sondern wenn sie jetzt ich sage mal Unbegrenzte finanzielle Mittel hätten zur Verfügung.
00:39:35: Ich meine, die haben sie grundsätzlich natürlich in ihrem Job nicht das ist mir klar.
00:39:38: aber Mal mal etwas hypothetisch gesprochen Sie hätten die was wäre so ein Projekt wo Sie sagen okay Das wäre eine Idee ich habe jetzt alle mittels zur verfügung.
00:39:47: Was würden Sie sich wünschen nochmal umzusetzen?
00:39:54: Also hatte jetzt ja wenig zeit da sozusagen lang drüber nachzudenken und dann muss man Ja so ein stückweit auch seinem bauchgefühl vertrauen.
00:40:02: was fällt einem als erstes ein?
00:40:04: was ist der erste Impuls?
00:40:06: genau?
00:40:07: Und ehrlicherweise bin ich jetzt dann nicht bei einem ausschließlich landwirtschaftlichen Projekt, sondern bin klassisch in dem Bereich Infrastruktur.
00:40:20: Und da sehe ich zwei Bereiche wo ich meine dass wir als Gesellschaft wirklich alles dran tun sollten das diese Dinge auch umgesetzt werden.
00:40:29: Das eine sind die Verkehrsprojekte.
00:40:32: Ich glaube schon dass wir eine elendig lange Diskussion haben um die Realisierung der E-Karriere.
00:40:39: Das ist, wenn man ehrlich ist, weniger ein finanzielles Problem als auch da ein genehmnisrechtliches Problem.
00:40:44: Dass wir die Verfahren mittlerweile so schwer haben dass wir gar nicht zu einem Moment kommen das wir bauen können.
00:40:50: aber die würde ich umgesetzt sehen wollen weil es ehrlicherweise im europäischen Straßenverkehrsnetz eine so offensichtliche Lücke ist und wer diese Strecke häufiger fährt weiß was das auch bedeutet an Belastung.
00:41:01: Ich würde aber genauso gerne realisiert sein die Zugverbindung zwischen Metten und Essen und Oldenburg.
00:41:06: für mich ist das gar kein Gegeneinander der verschiedenen Verkehrsträger Sondern wir brauchen, glaube ich, beides für eine zukunftsfähige Mobilität.
00:41:12: Wir brauchen die Straße auch für E-Autos und Elektro-Lkw – die werden wir also auch in Zukunft brauchen!
00:41:18: Wir brauchen aber auch für Menschen attraktive ÖPNV-Anbindung gerade im ländlichen Raum.
00:41:21: Und da wäre diese Strecke MAP-Messen Oldenburg wirklich auch eine fantastische Zugstrecke.
00:41:26: Das würde ich gerne beides umgesetzt wissen.
00:41:29: Und ehrlicherweise wissen wir ja vom Lückenschluss der A einund dreißig Welche Entwicklungsimpulse solche Infrastrukturprojekte für die Gesamtregion auslösen?
00:41:37: Also ich glaube, das wären eben auch Investitionen, die die Kraft hätten einen großen Ausstrahlungseffekt zu haben.
00:41:43: Und das zweite Thema was mich sehr umtreibt ist dass auch im Prinzip ein Infrastrukturthema ist das Thema der Energiewende.
00:41:49: Ich habe gerade gesagt, ich bin Familienvater und erleben gerade mal wieder einen Hitzesommer und ich will das überhaupt gar nicht ideologisch diskutieren.
00:42:02: Aber wenn man mal ganz nüchtern einfach nach draußen guckt, wie sich das Wetter so verändert dann müssen wir glaube ich feststellen dass wir den Klimawandel schon haben.
00:42:10: Der ist einfach da und der ist schon so dramatisch, dass wir uns viel dramatischeren Klimawandeln gerade auch für die Landwirtschaft gar nicht mehr wünschen wollen.
00:42:17: Das sind wirklich ja eigentlich katastrophale Bedingungen.
00:42:20: also müssen wir in dem Bereich sehen, dass Unseres Systems zu einem System, was stärker auf erneuerbaren Energien basiert, jetzt konsequent fortsetzen.
00:42:33: Wir sind da als Region richtig stark auch dank der Partnerschaft mit den Landwirten.
00:42:37: Wenn ich an das Thema Windkraft denke, waren wir der Landkreis, der das ja wirklich mit Hochdruck vorangetrieben hat.
00:42:42: Wir haben unsere Flächenziele als Erstes erreicht – fast dreihundert Windkraftanlagen genehmigt im Landkreisen Emsand ist wirklich stark!
00:42:49: Nur wir müssen diese erzeugte Energie Bildsprachlich auch auf die Straße kriegen.
00:42:56: Die Windräder müssen sich ja auch drehen können am Ende des Tages, das heißt dass Netz muss ausgebaut werden.
00:43:00: Wir müssen einen ganz schnellen Netzausbau haben der Stromnetze und wir müssen eigentlich auch in der Nähe dieser Energieerzeugung, in der Nähre der Umspannwerke, die bei uns in der Region sind große Gewerbe- und Industriegebiete haben wo sie Betriebe ansiedeln können, die diesen Energiehunger haben.
00:43:17: Auch moderne Betrieben der Zukunft wie beispielsweise KI-Unternehmen, große Rechenzentren brauchen wahnsinnig viel Energie.
00:43:24: Das wären echte Ansiedlungschancen für uns als Region und ich sehe oder habe im Moment die Sorge dass diese Entwicklungsperspektiven daran scheitern das der Netzausbau zu langsam voranschreiten.
00:43:33: deswegen würde ich wenn ich unbegrenzt Geld hab eben auch einen erheblichen Anteil dafür einsetzen dass dieser Netzanbau insbesondere bei uns schnell vonstatten geht weil wir wollen nicht die Lasten der Energiewende nur tragen.
00:43:44: Ich bin davon überzeugt, dass wir große Chancen haben.
00:43:46: Die sollten wir nutzen so wie wir das im Amstern immer machen.
00:43:49: Wir wollen an unseren Herausforderungen auch persönlich wachsen und eine gute Zukunft
00:43:52: gestalten.".
00:43:54: Ja!
00:43:55: Das war eine tolle Antwort fand ich.
00:43:57: Und das würde ich auch so weitestgehend mitgehen glaube ich.
00:43:59: Ich glaube Florian du hast es auch gerade da zustimmend genickt.
00:44:02: also das wäre uns sicherlich auch ein Anliegen nicht nur als Unternehmen sondern auch persönlich irgendwo für jeden einzelnen hier... Dass das natürlich vorangeht?
00:44:10: Ja absolut!
00:44:12: Ja, gerade auch Winterenergieanlagen.
00:44:15: Dafür glaube ich würde das in den Rahmen sprengen werden wir das Thema jetzt auch nochmal aufmachen.
00:44:18: aber es ist natürlich ein Thema wo Landwirte mit ihren Flächen beteiligt sind oder als Mitbetreiber.
00:44:26: Also da stimme ich vollkommen überein und habe ihre letzten Sätze auch fast als perfekten Abschluss schon gesehen.
00:44:35: Ich weiß nicht Dennis hast du noch weitere Fragen?
00:44:38: Nee, so weit nicht.
00:44:39: Gibt es vielleicht von Ihrer Seite noch was?
00:44:40: Was Sie gerne nochmal mitteilen möchten oder...
00:44:43: Nein ich darf mich wirklich ganz herzlich für das Gespräch bedanken.
00:44:46: Ich finde das schön dass das auch für mich eine Gelegenheit ist sozusagen dieser Dinge dann mal zu formulieren und zu besprechen.
00:44:52: Ich bin wirklich sehr gefreut!
00:44:54: Darf ich kurz dazwischen?
00:44:55: Das möchte ich auch im Namen unserer Hörerinnen und Hörern und auch vor mir persönlich mich wirklich herzlich bedanken.
00:45:04: Ja, ganz klare Aussage.
00:45:06: oder für die klaren Aussagen und auch vor allen Dingen für die ehrlichen Aussagen, die Sie heute hier gegeben haben.
00:45:13: Das fand ich sehr beeindruckend in dem Gespräch und dafür nochmal recht erzlichen Dank!
00:45:22: Ja, dem kann ich mich anschließen.
00:45:23: Ich fand es auch ein sehr ehrliches Gespräch.
00:45:24: tatsächlich – das ist ja auch nicht selbstverständlich deswegen, dass bedarf noch mal einer besonderen Erwähnung Und ansonsten, ich sag das ganz oft zu meinen Gästen in der Sendung.
00:45:34: Aber ich glaube es macht tatsächlich oder es würde mich total freuen wenn wir vielleicht wirklich in ein eineinhalb Jahren noch mal sprechen können weil ich glaube dass wir dann vielleicht schon wieder ganz andere Themen haben aber die natürlich auch gerade unsere Hörerinnen und Hörern aus der Landwirtschaft und da sind immer die meisten interessieren.
00:45:49: deswegen wäre toll wenn wir diese Einladung vielleicht irgendwann nochmal wiederholen könnten und nochmal über dann aktuelle Themen sprechen.
00:45:55: sehr gerne
00:45:55: Ich danke Ihnen An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an Dr.
00:46:07: Michael Kiel für die Einladung ins Kreishaus und das wirklich ausschussreiche und spannende Gespräch!
00:46:13: Wir kommen zur nächsten Kategorie, ich schalte rüber zu meinem Kollegen Florian Feldmann.
00:46:38: Grund war hier der Russland-Ukraine Krieg.
00:46:41: Beide Länder haben angefangen, sich gegenseitig die Hafeninfrastruktur zu attackieren und nicht nur die Hafenenfrastruktur sondern auch die Transportschiffe.
00:46:48: Diese Unsicherheit dazu geführt dass über den Osofsmeer der Schissverkehr komplett eingestellt wurde.
00:46:54: Ebenso werden die Exporthälfen in der Ukraine auch nicht mehr angefangen.
00:46:58: Die Fockpreise am Schwarze Meer fallen zwar Aber dafür steigen die Transportkosten entsprechend, allen vorhanden die Versicherung.
00:47:06: Ich glaube sogar um fünfzig Prozent.
00:47:08: Die Nachfrage ist aktuell schwach.
00:47:10: das wird wahrscheinlich daran liegen dass durch fast abgeschlossen Nähentaufer Nordhalkugel trotzdem kurzfristig Angebot herrscht und darauf spekuliert wird, dass sich die Lieferketten wieder sortieren.
00:47:22: hier muss man abwarten.
00:47:24: noch ein Wort zum Mais.
00:47:25: Die Maisproduktion sieht in der EU schwach aus.
00:47:28: Der spät zum Weizen ist auch entsprechend hoch.
00:47:30: in den USA hingegen wird eine hervorragende Maße enthörwartet, sodass global genug zur Verfügung stehen sollte.
00:47:38: Regional ist aber aufgrund der Logistik knapp erwähnt könnte.
00:47:42: Zu den Ölsagen auch der Ölmarkt steht im Zeichen der Geopolitik.
00:47:47: Einfach an weiterhin der US-Ariran Krieg und die Straße von Hummus.
00:47:53: immer wieder laufen Nachrichten über den Ticker das es kurz vor einer Einigung stehen sollte.
00:47:58: bislang war das aber noch nichts zu sehen.
00:48:00: Der Ölpreis reagiert entsprechend.
00:48:02: Kurzfristig waren wir wieder bei Hundert Dollar, dann ging es wieder zehn Prozent runter also ein Auf und ab.
00:48:09: Fundamental gesehen sieht die Soja-Ernte in den USA sehr gut aus.
00:48:13: hier gibt es aktuell wenig Probleme so dass man von einer üppigen Erntausgegen kann.
00:48:19: auf der Nachfrage ist Seite China aktuell aktiver Käufer von US-Bohnen für die neue Ernte.
00:48:26: das Exportfenster für die alte Ernte ist ja auch so gut wie abgeschlossen.
00:48:30: China hat laut den USA zugesagt, zu importieren.
00:48:38: Momentan sieht das auch gut aus, dass sie dieses Versprechen erfüllen.
00:48:43: Regional betrachtet trifft das niedrig Wasser gerade im Rhein-Main-Gebiet aber auch in den Niederlanden die Logistik schwer.
00:48:51: Dies betrifft nicht nur Rapschrot und andere Rohwaren wie z.B.
00:48:55: Solia usw.
00:48:56: sind betroffen.
00:48:57: Hier gilt es, die Rohwagenbeschaffung aufrechtzuerhalten und auf Regen zu eröffnen.
00:49:04: Das war's schon wieder bis zum nächsten Mal!
00:49:12: Ja vielen Dank Florian dass du uns mit aktuellen Informationen versorgt hast.
00:49:16: Wir kommen zur nächsten Kategorie und ich kann versprechen dieses mal wirds etwas länger als beim letzten Mal.
00:49:30: Wir laden traditionell ein zu unseren Maisfeldtagen auch in diesem Jahr Und zwar jeweils auf unseren Versuchsfeldern und um neunzehn Uhr beginnend, Montag siebzehnte Aachter in Läden.
00:49:41: Donnerstag zwanzigte Aachta in Lorup.
00:49:43: Montag vierundzwanzigste Aachte in Nordhorn.
00:49:46: Dienstag fünfundzwanziger Aachtal in Haaren.
00:49:49: Mittwoch sechzehnzwanziester Aachtar in Ringe.
00:49:52: Dann am Donnersdag den siebenzwanzigen achten auch um Neunzehnten Uhr in Kleinbeersen.
00:49:56: anschließend startet ab Zwanzig Uhr das Informationsforum Maisanbau & Bullenmast im Gasthof Gerdes in Stavarn.
00:50:02: Dann haben wir noch am Dienstag den ersten neunten in Wilsum.
00:50:06: Und zwar um zehn Uhr, um elf Uhr dreißig und um vierzehn Uhr... ...und dann nochmal um neunzehnt Uhr am Donnerstag, den dritten neun im Cluse!
00:50:14: Ich verlinke unsere Veranstaltungseite der Rifeisenemsfechte.
00:50:17: da könnt ihr zu allen Veranstaltungen nochmal was nachlesen und die findet Ihr unten in den Show Notes.
00:50:25: Dann laden wir ganz herzlich ein zum Dörpener Hafenfest.
00:50:28: In diesem Jahr zum ersten Mal öffnet das Dörbner Hafen fässt seine Tore und lädt die Region zum großen Hafentag und tagt der offenen Tür ein.
00:50:36: Von vierzehn bis achtzehn Uhr im Güterverkehrszentrum Dörpen, Industriegebiet Ost.
00:50:40: Wir sind mit unserem Kraftfuttermittelwerk Dörpin auch Teilnehmer und freuen uns auf ihren Besuch.
00:50:46: Das Thema Cyberrisiken für Unternehmen und Landwirte behandeln wir für sie am Donnerstag den zehnten September.
00:50:53: zwetausend sechstenzwanzig Und zwar bei uns am Standort in Klein-Bersin in der Sögeler Straße zwei.
00:51:00: Beginn ist achtzehn Uhr, den Link zur Anmeldung den stelle ich unten in die Show Notes.
00:51:05: Interessierte können sich da anmelden.
00:51:06: sicherlich spannendes und wichtiges Thema.
00:51:10: Die Kollegen aus der Legehennenabteilung laden ein am sechzehn September um dreizehn Uhr In die Stadt alle in Haselnünne zum Fachgespräch Legehenne unter dem Motto Zukunft der Legenhaltung.
00:51:23: Da nehmen Expertinnen und Experten der Branche in den Vorträgen Stellungen zu aktuellen Herausforderungen Und in der ergänzenden Fachaustellung präsentieren sich ca.
00:51:31: zwanzig Firmen mit aktuellen Trends, Ideen und Marktinformation rund um die Jung- und Legehenne.
00:51:38: Unser Team ist mit einem Stand vertreten und freut sich auf den Besuch!
00:51:50: Ja, einiges los bei der Rifeisendemstecht im Moment.
00:51:53: Wie schon gesagt wir verlinken die Veranstaltung unten in den Show Notes.
00:51:57: Interessierte können Sie da dann informieren und auch anmelden.
00:52:01: Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich fürs zuhören, die Sendung ist jetzt ein bisschen länger geworden.
00:52:06: ich hoffe das war so okay.
00:52:07: ansonsten kann ich jetzt schon mal verraten Die nächste Folge wird historisch haben wir schon im Kasten Und wird in kürze veröffentlicht.
00:52:15: Wir freuen uns wenn Sie wieder einschalten.
00:52:17: Dankeschön und bis zum nächsten Mal!
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